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François
LinkerSozi

von Ini-Mitgliedern:

[14.06.] ChrisD
Wer schrieb diesen Text?


[14.06.] verändert
Warum ist der designierte Kanzler in einer Dol-Ini, die Leute wie Pinochet, Somoza oder Batista hochleben lässt?


[14.06.] Dizzi
Hat die KDP-Mitgliedschaft eines DOLers mit dem Nicknamen A.PINOCHET der auf seinem Profil gegen "Demokraten" ist, negativen Einfluss auf die aktuelle Regierung, in der ja die KDP mit ALEX301083 den Kanzler stellt.


[14.06.] morrison
Fühlst du dich vom neuen Kanzler Alex301083 auch belogen?


[15.06.] darien
Haltest du folgende Aussagen eines bekannten dolers für antisemitisch?


[15.06.] ThomasD
Die extremistische Rechte bei Dol2Day versucht krampfhaft bei den Kritikern des Dol-Kanzlers Negatives zu finden und scheut sich dabei auch nicht vor dümmsten und übelsten Verbalinjurien. Deine Meinung dazu?


[16.06.] Dizzi
Hast du auch das Gefühl, dass sich die DOL-Opposition schon viel besser aufgestellt hat als die neue Regierung?


[16.06.] darien
"Mit Antisemitismus hat das ganze aber so viel zu tun, wie die Junge Freiheit mit Rechtsextremismus."


[16.06.] Jakow
Teilst auch du die Meinung unseres Kanzlers, dass Möllemann ermordet wurde und die Polizei die mächtigen Täter schützt?


die wir initiiert haben:


Battle of the Parties

die wir initiiert haben:


Initiative gegen Internetgebühren

"Junge Freiheit"

Aus dem NRW-VS-Bericht 2004
Die Berliner Wochenzeitung 'Junge Freiheit' (JF) ist eines der wichtigsten Sprachrohre und Foren der s.g. "Neuen Rechten". Als "Neue Rechte" versteht man intellektuelle Strömungen, die Anhaltspunkte für den Verdacht des Rechtsextremismus bieten, und die sich in der Tradition der "Konservativen Revolution" aus der Zeit der Weimarer Republik sehen. Dies ist eine Denk-richtung, die als unmittelbare Reaktion auf die Niederlage des kaiserlichen Deutschen Reiches im 1. Weltkrieg ent-standen ist und die das Ziel verfolgte, den Aufbau eines demokratischen Staatswesens in Deutschland zu verhindern.

Die JF wurde 1986 gegründet und hat eine wöchentliche Auflage von zur Zeit etwa 10.000 Exemplaren. Sie betreibt eine "Umwertung der Begriffe": Begriffe sollen mit neuen Inhalten gefüllt werden und auf diese Weise politische Inhalte in den öffentlichen Diskurs einfließen.

Entsprechend dieser Vorgehensweise findet sich in der JF auch keine vorder-gründige Propaganda; sie nähert sich dem gewünschten Erfolg eher subtil. Als Deckmantel nutzt die JF unter anderem die Bereitschaft von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus dem demokratischen Spektrum, Texte beizutragen und Interviews zu geben. Auf diese Autoren beruft sie sich dann werbewirksam.

Die 'Junge Freiheit' kennzeichnet ein grundlegender Antiliberalismus, der mit Elite-Denken, Kritik am parlamen-tarischen System und an der Idee der allgemeinen Menschenrechte ver-bunden ist. Die Zeitung vertritt einen ausgrenzenden Nationalismus, der auf den Prinzipien des so genannten "Ethnopluralismus" beruht. Dieser sieht die räumliche, zumindest aber kulturelle Trennung ethnischer Gruppen vor. Vor diesem Hintergrund tauchen Ausländer und deutsche Staatsbürger mit Ein-wanderungshintergrund in der Regel als Störfaktoren auf, die die ethnische Homogenität Deutschlands bedrohen.

Die häufig distanzlose Bericht-erstattung über die Aktivitäten rechtsextremistischer Parteien und Organisationen bieten weitere Anhaltspunkte für den Verdacht, das eine Ablehnung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung durch die JF vorliegt. In der JF werden Bücher von Befürwortern der Neuen Rechten wie Alain de Benoist beworben. Darüber hinaus finden sich wechselseitig An-zeigen von rechtsextremistischen Publikation wie 'Nation & Europa - Deutsche Monatshefte' und den 'Unabhängigen Nachrichten', von Verlagen (so die 'Hohe Warte GmbH') und Organisationen (zum Beispiel der 'Gesellschaft für freie Publizistik').

In einem verwaltungsgerichtlichen Verfahren versuchte die JF erfolglos, die Beobachtung durch den Ver-fassungsschutz des Landes Nordrhein-Westfalen zu unterbinden. Mit Urteil vom 14. Juli 1997 stellte das Verwaltungsgericht Düsseldorf fest, dass sich aus zahlreichen Beiträgen Anhaltspunkte für die Zielsetzung ergeben, tragende Strukturprinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu beseitigen oder außer Geltung zu setzen. Diese Feststellung wurde durch Oberverwaltungsgericht in Münster 2001 bestätigt. Die JF hat zwischenzeitlich Verfassungsbe-schwerde eingelegt. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts steht derzeit noch aus. Wie sich aus der Übersicht über die zur Entscheidung anstehenden Verfahren 2005 des Bundesverfassungsgerichts ergibt, wird auch in dem Verfassungsbeschwerde-verfahren der JF eine Entscheidung noch in diesem Jahr angestrebt.

Quelle: VS NRW
Beschluss des OVG Münster

last update_[2005.06.16] . darien

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Die Junge Freiheit, anknüpfend an die "Ideale" der "Konservativen Revolution" des ausklingenden 19. Jahrhunderts, erscheint als Wochenzeitung. Lieblingsthemen der JF sind Nation, Ethnie und Ausländer, immer im deutlich konservativen Stil bearbeitet.
Doch ist die JF antidemokratisch?

Diese Frage muss eindeutig mit Ja beantwortet werden.
Immer wieder wird diese "Zeitung" damit auffällig, bestimmten, unliebsamen, sprich, ihrer Ideologie nicht entsprechenden Personenkreisen Menschen- und Bürgerrechte abzusprechen. Darüber hinaus finden immer wieder bekannte Holocaust-Leugner Platz ihre Ideologie zu verbreiten. So auch David Irving oder Robert Faurisson. Forderungen ehemaliger Zwangsarbeiter bezeichnet die JF gerne mal als "Nötigung" oder "Shoa-Business".

Öfters geniest der geneigte JF-Leser auch Einblicke in die Aktivitäten und Internas rechtsextremistischer Parteien, wird umfassend darüber informiert, wobei ihm vermittelt wird, dass deren Positionen unbedenklich und zur politischen Mitte gehörend seien.

Im Verfassungsschutzbericht von Baden-Württemberg für das Jahr 2000 wird die JF folgendermaßen beschrieben:
"Typisch für die mit intellektuellem Anspruch auftretenden JF-Autoren ist ihr geschicktes Agieren in einer Grauzone von demokratischem Konservatismus, Rechtsradikalismus und Rechtsextremismus. Dabei spielt der Rekurs auf die antidemokratische 'Konservative Revolution' zur Zeit der Weimarer Republik und auf den Staatsrechtler Carl Schmitt eine tragende Rolle. Daneben wird gezielt gegen Funktionsträger der parlamentarischen Demokratie agitiert."

Im Bundesverfassungsschutzbericht 2001:
"Die JF bot damit auch 2001 ein Forum für rechtsextremistische Meinungsäußerungen und trug insofern weiterhin zur Erosion der Grenze zwischen rechtsextremistischen und demokratisch-konservativen Positionen bei."

In der Ausgabe vom 3. Mai war ein Interview mit dem zuvor aus der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag ausgeschiedenen Abgeordneten Jamal Karsli zu lesen. Diese erklärte, eine "zionistische Lobby" habe "den größten Teil der Medienmacht in der Welt inne und kann jede auch noch so bedeutende Persönlichkeit 'klein' kriegen". In der darauf folgenden kontroversen öffentlichen Diskussion nahm die JF ihren Interviewpartner in Schutz und schrieb in ihrer Ausgabe vom 24. Mai 2002 von "Sprachverboten", von "Diffamierung und Doppelmoral". "Sachwalter des sprachlichen Anstands" würden "gewöhnlich selber die Nazi-Keule" schwingen.

Im Oktober 2003 machte sich die JF damit beliebt, eine alte Kampagne gegen den Rechtsextremismusexperten Hans-Helmut Knütter aufzuwärmen, nachdem er auf eine Referentenliste des Innenministeriums zum Thema "Neue Rechte" gesetzt wurde. Intensiv hetzte man gegen den Journalisten Knütter, der angeblich linksextremistischen Kreisen entspringe. Überhaupt sei die gesamte Liste linksextremistisches Gedankengut. Es folgten eine Reihe von platten Anti-AntiFa-Artikeln. Auffällig bei dieser Kampagne war die intensive Mitarbeit eines Sebastian Prinz, vormals einer der Vorreiter der extremen Rechten, der fadenscheinige "Dossiers" bis in die konservative Presse hinein platzierte.

Im Jahre 2004 tauchte die JF vermehrt in Landesverfassungsschutzberichten auf, so in Brandenburg und (wieder) in NRW. Im selben Jahr durfte auch mal NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt zum Interview bei der JF antreten. Dabei äußerte er sich offen über seine Absichten: "Es ist unser Ziel, die BRD ebenso abzuwickeln, wie das Volk vor fünfzehn Jahren die DDR abgewickelt hat". Und weiter: "Zweifellos handelt es sich bei Hitler um einen großen deutschen Staatsmann."

Die JF propagiert nicht nur die antidemokratischen Thesen der sog. "Neuen Rechten", sondern bietet auch Rechtsextremisten, der Übergang ist dabei fließend, eine Plattform, auf der sie ihre perverse und menschenfeindliche Ideologie propagieren können.

Es ist also unhaltbar, wenn der Internetkanzler von dol2day, der die Community nach außen vertritt und wichtige Pressearbeit zu leisten hat, gleichzeitig freier Redakteur für ein solches Blatt ist. Dol2day erscheint durch so ein agieren in einem politisch düsteren Licht. Wie bereits der Staatssekretär im Bundesjugendministerium Peter Ruhenstroth-Bauer gegenüber der "Welt" mitteilte: "Dafür bieten wir natürlich keinen Raum an. So bald man so etwas erfährt, muss man das ganz deutlich diskutieren."

Der Community ist also schon jetzt Schaden entstanden, und das noch vor Amtseinführung von Alex201083. DAS MUSS AUFHÖREN! Diese Publicity ist schlicht nicht die, die Dol momentan braucht. Selbst wenn die Rechte der Meinung sein sollte, es sei sinnvoll, nur Rechte zu Dol zu bringen: Dieses Spiel lebt (auch) vom Aufeinandertreffen unterschiedlicher Meinungen. Und es ist kaum vorstellbar, dass die Redax bereit ist, Dol nur als Propagandaplattform der JF-Leser aufrecht zu erhalten.

by ThomasD . 14.06.2005

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