Jetzt sind es schon mehr als 80 Jahre her, dass Nazi-Deutschland durch die Alliierten befreit wurde.
Diese Jahre sind geprägt von einer europäischen Friedensordnung, die leider seit nun schon langer Zeit eine Prüfung erfährt, die eine große Gefahr für einen Frieden auf Dauer in Europa darstellt. In einer solchen Zeit verblassen auch Erinnerungen, daher gedenken wir diesem Datum mit folgenden Prämissen:
• Befreiung statt nur Niederlage: Der 8. Mai 1945 war das Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, der Bombennächte, der Todesmärsche und des Zivilisationsbruchs der Shoa. Er markierte den Zusammenbruch, aber vor allem die Befreiung von einem verbrecherischen System.
• Historische Verantwortung & Gedenken: Die Erinnerung gilt den Millionen Opfern, den Überlebenden und den Nachfahren. Es ist ein Tag der Verantwortung, der niemals als bloßer „Schlussstrich“ verstanden werden darf.
• Nie wieder: Die Lehren aus der Geschichte verpflichten dazu, aktiv gegen Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit einzutreten.
• Europa und Frieden: Dankbarkeit für den Wiederaufbau und die europäische Einigung. Die Einbettung Deutschlands in eine friedliche Ordnung ist ein zentrales Ergebnis der Nachkriegszeit.
• Bezug zur Gegenwart: Der Tag erinnert daran, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind, sondern täglich verteidigt werden
Die Älteren unter uns schulden der Jugend nicht die Erfüllung von Träumen, sondern Aufrichtigkeit. Sie müssen den Jüngeren helfen zu verstehen, warum es lebenswichtig ist, die Erinnerung wachzuhalten. Wir als Demokraten und Mitglieder der Dol-Partei FPi wollen einen Beitrag leisten ihnen zu helfen, sich auf die geschichtliche Wahrheit nüchtern und ohne Einseitigkeit einzulassen, ohne Flucht in utopische Heilslehren, aber auch ohne moralische Überheblichkeit. Und schon mal gar nicht mit einer Vergessenskultur von angebotenen „Alternativen“, die eben keine sind.
Wir lernen aus unserer eigenen Geschichte, wozu der Mensch fähig ist. Deshalb dürfen wir uns nicht einbilden, wir seien nun als Menschen anders und besser geworden.
Es gibt keine endgültig errungene moralische Vollkommenheit - für niemanden und kein Land! Wir haben als Menschen gelernt, wir bleiben als Menschen gefährdet. Aber wir haben die Kraft, Gefährdungen immer von neuem zu überwinden.
Hitler hat stets damit gearbeitet, Vorurteile, Feindschaften und Haß zu schüren.
Unser Aufruf:
Lasst Euch nicht hineintreiben in Feindschaft und Haß
gegen andere Menschen,
gegen Russen oder Amerikaner,
gegen Juden oder Palästinenser,
gegen Alternative oder Grüne, gegen links oder konservativ
gegen Schwarz, Weiß oder andere Farben.
Lernt miteinander zu leben, nicht gegeneinander.
Ehren wir die Freiheit.
Arbeiten wir für den Frieden und verteidigen wir ihn auch, wenn es drauf ankommt.
Halten wir uns an das Recht.
Dienen wir unseren inneren Maßstäben der Gerechtigkeit.

[08.05.2026 15:13]